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Thema: Songwriting – wie schreibe ich eine Melodie?

Es gibt verschiedene Wege, einen Song zu schreiben. Manche fangen mit dem Text an, andere programmieren erst einen Beat. (Dazu mehr in den nächsten Teilen.)

Teil 1: Melodie zuerst

Dieser Blogbeitrag ist für dich geeignet, wenn du Anfänger auf dem Gebiet Songwriting bist. Dann kannst du mit der Melodie beginnen. Viele Songwriter starten mit einer gesungenen Melodie. Das Gute an diesem Vorgehen ist, dass du weder Noten lesen, noch ein Instrument spielen können musst.

Du musst nicht einmal toll singen können. Nur die einzelnen Töne sollten natürlich gut erkennbar sein. Alles, was du brauchst, ist eine Aufnahmemöglichkeit (z.B. das eigene Handy), die eigene Stimme und ein Rhythmusgefühl für den 4/4 Takt.

Finde eine Hook

Dir ist bestimmt schon aufgefallen, dass eine gute, wiedererkennbare Melodie einen Song zum Ohrwurm macht. Wenn wir vom normalen Songschema Strophe/Refrain ausgehen, befindet sich diese Melodie, auch Hook genannt, meist in der ersten Zeile des Refrains.

Wenn die Hook gut geschrieben ist, dann hält sie den Rest der Refrainmelodie zusammen und gibt ihr einen Fokuspunkt. 

Beispiele: „I kissed a girl“ von Katy Perry, „Million reasons“ von Lady Gaga  > „I bow down to pray…“

Hier sind 4 Tipps, wie du eine Hook für deinen Refrain bauen kannst:

Mixe Notenlängen

Du brauchst ein Metronom bzw. eine Metronom App, oder einen Drum Loop, damit du einen beständigen Beat hast. Dieser hilft dir, im Rhythmus zu bleiben. Wähle einen 4/4 Takt aus, der einen Schwerpunkt auf der 1 hat.

Während der Beat läuft, improvisiere mit Silben: la la, na na, da, da … welche Silben sich auch immer für dich gut anfühlen. Konzentriere dich erst einmal auf die Melodie, der Songtext kommt später dazu. 

Eine Melodie besteht aus langen und kurzen Silben, z.B. hat „Sweet home, Alabama“ das Pattern: lang lang lang kurz kurz kurz.

Es gibt 3 simple Patterns, auf denen Hunderte von tollen Hooks aufgebaut sind. Probiere sie für den Anfang aus: 

  1. kurz kurz lang lang lang
  1. lang kurz kurz kurz lang
  1. lang lang kurz kurz kurz

Spiele mit Tönen

Wähle ein Pattern aus und füge Töne hinzu. Für den Start kannst du eine Melodie wählen, die von unten nach oben führt, wie die C-Dur Tonleiter und danach eine Melodie, die von oben nach unten führt. Geh‘ einen Schritt weiter und erhöhe die Notensprünge.

Spiel‘ damit. Mische kleine Intervallsprünge mit großen. Nimm‘ am besten alles auf, damit du später die beste Idee auswählen kannst.

Verschiebe die Startpunkte

Starte dein Pattern auf verschiedenen Schwerpunkten. Auf die 1 zu starten ist das, was die meisten von uns aus Gewohnheit machen. Versuche, deine Phrase auf die 2 zu starten. Sei geduldig, wenn es nicht gleich klappt und versuche es einfach wieder.

Wenn du das geschafft hast, dann versuche es auf die 3, und danach auf die 4. Wenn du soweit bist, starte sie auf „Und“ zwischen den verschiedenen Vierteln. Hier ist der Drum Loop oder das Metronom sehr hilfreich, damit du nicht rauskommst und der Schwerpunkt auf die 1 dir als Orientierung dient.

Es wird etwas dauern, das alles auszuprobieren, aber am Ende hast du ganz viele verschienede Auswahlmöglichkeiten. Um nichts zu vergessen, nimm‘ am besten alles gleich in deinem Handy auf. Es muss nicht perfekt sein, die Hauptsache ist, dass du anfängst.

Probiere aus

Du musst nicht bei dem Pattern bleiben, du kannst auch damit spielen. Zum Beispiel kannst du Töne weglassen oder mehr hinzufügen. Du kannst Wiederholungen der Silben oder Pausen einbauen. So erschaffst du viele verschiedene Hooks und kannst sie zum Beispiel später für weitere Songideen benutzen.

Viel Spaß dabei!

P.S.: wenn du dich für Musikunterricht in Songwriting interessierst, dann wäre vielleicht der Künstleraufbau Kurs etwas für dich. In diesem Kurs bekommst du auf diesen Gebieten Musikunterricht : Songwriting, Arrangement, Recording und Selbstvermarktung.

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